08.03.2026 Exkursion Unteres Olbetal

 

Im Mittelpunkt unserer Märzexkursion stand diesmal ein kleiner gelbblühender Vorfrühlingsbote: der Felsengoldstern (Gagea bohemica). Den gibt es im Olbe- und Bebertal an zahlreichen Stellen. Der Felsengoldstern öffnet seine Blüten nur bei sonnigem Frühlingswetter. Das Wetter muss also mitspielen. Deshalb wurde der ursprünglich für den 14. März vorgesehene Exkursionstermin in das untere Olbetal auf den 8. März vorverlegt. Volle Sonne war garantiert. Allerdings konnte niemand damit rechnen, dass gerade an diesem Tag feiner Saharastaub in der Atmosphäre nur diffuses Sonnenlicht durchlässt. Es musste also genau hingeschaut werden, um den Goldstern zu entdecken.

Treffpunkt war um 9.00 Uhr auf dem Parkplatz am Steinbruch/Ruine Nordhusen in Hundisburg. Vor den drei Teilnehmern standen ca. vier Kilometer fußläufige, abschnittsweise ziemlich schräghangige Exkursionsstrecke.

Erstmal ein Blick auf die Info-Tafel zum Natura-2000-Gebiet „Olbe- und Bebertal südlich Haldensleben“. Zu den Schutzzielen dieses europäischen Naturschutzgebiets zählt unter anderen die Sicherung eines günstigen Erhaltungszustandes des prioritären Lebensraumtyps (LRT) Subpannonische Steppen-Trockenrasen.

Dann wurde die Beber gequert und in das Olbetal eingebogen.

Am südwestexponierten Hang wurden die ersten geöffneten Goldsternblüten entdeckt.

Unweit der Olbemündung befindet sich ein Loch im Felshang: die Räuberhöhle. Das ist ein stillgelegter Bergbaustollen, in dem im 18./19. Jahrhundert Kupfererz abgebaut wurde. Er hat Technisches Denkmal-Status.

Weiter ging es olbeaufwärts. Gegen die Sonne geblickt, war der diesige Saharastaub-Himmel gut zu erahnen. An der Olbe und seinen Hängen finden regelmäßig Pflegearbeiten (Entbuschung, Kopfweidenschnitt, Beweidung) statt. Das ist zur Erhaltung des Schutzstatus wichtig. Am Exkursionstag waren noch nicht alle Gehölzschnittrückstände beseitigt.

Da sich die Sonne durch den Saharastaub einfach nicht durchsetzen wollte, konnten keine flächigen aufgeblühten Goldsternbestände entdeckt werden. Deshalb wurde die Begehung des Olbehangs abgebrochen und in Richtung Wehrbergwiese umgekehrt. Vielleicht war es am Bebernordhang günstiger. Vorort angekommen, sah es nicht viel besser aus. Zwar wurden hier zahlreiche Goldsterngruppen gefunden. Die Blüten waren aber weitgehend geschlossen.

Zehn Tage später standen die Goldsterne flächig in Vollblüte.

Neben dem Felsengoldstern waren am Exkursionstag auffällig: erste dunkelblaue Blüten des Dreiteiligen Ehrenpreis (Veronica triphyllos), Rosetten von Feldsalat (Valerianella spec.) und Reiherschnabel (Erodium cicutarium) und zarte weißblühende Hungerblümchen (Erophila verna). Darüber hinaus war die Vegetation noch ziemlich schüttern. Es war eben noch Vorfrühling.

Die Vögel ließen sich vom Saharastaub offenbar nicht beeindrucken. Im Verlauf der Exkursion wurden etliche Arten gesehen oder verhört. Auch wenn die Rückkehr der Zugvögel noch nicht richtig begonnen hatte, das Sichten/Anmelden geeigneter Brutreviere schien schon begonnen zu haben.

Zum Schluss noch ein Blick zur Ruine Nordhusen und in den benachbarten Steinbruch … dann war der Ausgangspunkt erreicht.

 

 

gez. Wetzel

Und hier ist der Exkursionsbericht zum Ausdrucken:

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Bericht Exkursion Unteres Elbetal 08.03.2026
2026_07_06we Bericht Ex Unteres Olbetal
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