26.03.2017 Exkursion Schölecke-Quellgebiet

Unsere Märzexkursion führte am 26. März in das Schölecke-Quellgebiet nördlich vom Bischofswald. Anlass waren Berichte über das Vorkommen von Märzenbechern. Bei der Juniexkursion im Vorjahr hatten wir die vermeintlichen Standorte bereits aufgesucht. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Märzenbecher aber offensichtlich bereits vollständig eingezogen.

   

Der Plan war, die zahlreichen Quellbäche der Schölecke in einem Rundkurs abzulaufen. Los ging es bachabwärts am Nordrand des Flächennaturdenkmals (FND) „Bischofswald Abteilung 2213“. Noch nicht weit gegangen hatten wir die ersten Märzenbecher gefunden. Der quellmoorige Standort wurde durch die noch blattlosen Baumkronen voll besonnt. Und die Märzenbecher standen in Vollblüte. Daneben gab es bereits die ersten Hohe Primel-Blüten und einige Exemplare des Goldhahnenfußes. In diesem frühen Stadium war der charakteristische Blattdimorphismus (Rosettenblätter fast ganzrandig und Stängelblätter nach obenhin immer stärker geteilt werdend) gut zu sehen. Das Scharbockskraut blühte noch nicht. Als weitere charakteristische Art wurde das Milzkraut mit seinen auffälligen gelben Hochblättern entdeckt. Und dann gab es auch noch die ersten blühenden Buschwindröschen. Im weiteren Waldbereich gab es noch eine große „Märzenbecherinsel“, so dass man insgesamt von einem dauerhaften Bestand ausgehen kann.

Bachabwärts ging es dann über eine Wiese, gesäumt von knospigen Schlehenwaldrändern. Zwei Wochen später würde es hier sicher prächtig blühen und duften. Auffällig waren auch die Espen mit ihren grauen Stämmen und reichem Kätzchenbesatz. Bis zum Quellbachzusammenfluss und Übergang der Schölecke in die offene Feldflur wurden keine Besonderheiten mehr entdeckt.

  

Zurück ging es dann weiter nördlich an einem anderen Quellbach. Mitten in der Wiese stand eine große Eiche. Aus ihr klang der Frühjahrsgesang der Goldammer herüber. Der Sänger war aber zunächst nicht auszumachen. Erst nach längerer Fernglasabsuche wurde die Ammer hinter einem Ast und mit dem Rücken zu uns entdeckt. Am Bachrand blühte der erste Huflattich. Dann ging es auf eine weitere Wiese. Hier gab es einen großflächigen Märzenbecherbestand, der bis in die Wiesenmitte ausstrahlte. Dazwischen stand vereinzelt Waldgoldstern. Die Märzenbecher mussten immer wieder für Foto-Schappschüsse herhalten. Der Frühling war nicht mehr aufzuhalten ...