17.12.2017 Exkursion Jersleber See

Unsere letzte Exkursion des Jahres 2017 fand am 3. Advent statt. Exkursionsziel war der Jersleber See.

 

Im Sommer herrscht hier großes Getümmel. Camper und Badegäste beherrschen das Geschehen. Im Winter sieht das ganz anders aus. Nur wenige Naherholungssuchende sind rund um den See unterwegs. Es herrscht Ruhe. Das nutzen zahlreiche Wasservögel für eine Rast und Nahrungssuche.

Blässhühner (vorn) und Reiherenten (hinten); Foto: Michael Wetzel
Blässhühner (vorn) und Reiherenten (hinten); Foto: Michael Wetzel

Der Seerundgang begann an der Nordseite. Beim ersten Blick auf die Wasserfläche fielen Unmengen von Blässhühnern auf. Eine grobe Schätzung für die Nordseite des Sees ergab ca. 400. Daneben wurden ca. 100 Tafelenten (Männchen haben ein graues Körpergefieder) und ca. 100 Reiherenten (Männchen haben ein fast weißes Unterkörpergefieder) gezählt. In der Seemitte schwammen drei Haubentaucher. Vom Nordwestufer war der Pfiff eines Eisvogels zu hören. War es unsere Anwesenheit oder der aufkommende kalte Nordwind? Jedenfalls schwammen fast alle Wasservögel in den Windschatten am baumbestandenen Westufer. Wir gingen im Uhrzeigersinn, zunächst in Richtung Osten. Hier wurden weitere ca. 100 Reiherenten und ein Kormoran beobachtet. An der Südseite gab es dann drei Schellenten (Männchen mit dem charakteristischen weißen Wangenfleck), zwei Gänsesäger und zwei Graureiher, die krächzend abflogen. In einem Sanddornstrauch „frühstückte“ eine Amsel halbfaule Beeren. Unser Näherkommen erwiderte sie mit lautem Zetern, bevor sie davonflog. An der Westseite gab es dann noch einmal zahlreiche Blässhühner, Reiherenten und ca. 50 Stockenten zu beobachten. Am Ende der Rundtour gab es dann noch etwas Nichtornithologisches. Am Ufer standen einige unbekleidete Mutige (aber mit Kopfbedeckung), die dann auch ins Wasser gingen.

Zum Schluss wurde noch einen Blick in die benachbarte Jersleber Kiesgrube geworfen. Am gegenüberliegenden Ufer schwammen sechs Gänsesäger und zwei Höckerschwäne.